Bunt – bunter – BirD

Nach und nach sammelten wir, die Jugendlichen des KLJB und BDAJ, uns am Freitagabend beim Abendessen in der Jugendherberge Duisburg Landschaftspark-Nord. Das Seminar begann mit einer Kennlernrunde und einer Übung, die auf Kommunikation untereinander setzte, wobei wir uns automatisch näher kennenlernten. Darauf folgte ein Spaziergang durch das Gelände in abwechselnd unterschiedlichen Personenkonstellationen, um mehr über die/ den jeweils andere_n zu erfahren. Als Impuls wurde uns ein Gedicht über Freundschaft vorgelesen, worüber jede_r für sich nachdenken sollte bei einem Stück durch den Park, dass jeder für sich selbst gelaufen ist. Zurück in der Jugendherberge gab es einen gemütlichen Abend bei Musik und dem beliebten Werwolf-Spiel.

Nach dem Frühstück ging es am nächsten Tag für Aufwärm –und Vertrauensübungen an die frische Luft. Anschließend fand eine Diskussionsrunde statt, die dem Zitat „Heimat ist, wo man sich nicht erklären muss“ von Johann Wolfang von Goethe zu verdanken war. Jede_r definiert Heimat anders, jedoch kamen wir zu dem Entschluss, dass der Spruch „Home is where the/ your heart is“ auf jede_n von uns zutrifft. Nach dem Mittagessen und einer Pause teilte sich unsere Gruppe in auf. Eine Gruppe ging in einen Hochseilgarten, wo gemeinsam geklettert wurde. Diese Aufgabe kostete einigen große Überwindung, aber weil die Teilnehmer_innen als Gruppe agierten und sich gegenseitig unterstützten, sind alle wieder wohlbehalten in der Jugendherberge angekommen. Währenddessen blieb die andere Gruppe auch in Bewegung und an der Luft: Gemeinsam lösten wir bei Erlebnispädagogischenaktionen geometrische Rätsel, überlebten Piranha-Attacken, den Urwald und schafften es, gemeinsam über 200 km tiefe Abgründe zu gelangen. Diese ganzen gefährlichen Situationen überlebten wir nur dank gemeinsamer Gruppenarbeit, die auf Taktik, Vertrauen und Kommunikation untereinander beruhte. Zurück in der Jugendherberge gab es eine Kaffee –und Kuchenpause, bei der sich die Gruppen von ihren persönlichen Erlebnissen erzählten. Spannend ging es mit einer Fackelwanderung durch das Industriegelände im Landschaftspark-Nord weiter. Begleitet wurden wir von einem Gründungsmitglied des Parks, welcher uns viel über die Geschichte des Industriegebietes erzählte. Nach dem Abend stand ein gemütlicher DVD-Abend auf dem Plan. Wir schauten uns den Film „Almanya – Willkommen in Deutschland “an, der die Zuwanderungsgeschichte einer anatolischen Familie und von der Identitätssuche eines kleinen Jungen mit Migrationshintergrund erzählt. Der Film fand hohen Anklang bei uns und lies auch einige Tränen kullern. Der Abend war jedoch lange nicht vorbei: es ging mit einer Diashow weiter, die Fotos der vergangenen Tage zeigte. Mal wieder wurde der Werwolf zum Leben erweckt sowie unser Leidenschaft zum Tanzen. Wir tanzten Halay, lachten und unterhielten uns noch bis tief in die Nacht.

Der letzte Tag brach an und wir bekamen die Aufgabe, uns in Kleingruppen zu überlegen, wie wir die Tage und das Gelernte am besten visualisieren könnten. Eine Gruppe entschied sich für ein Bild, eine andere für ein Video. Bei beiden Ideen wurde deutlich, dass wir – auch wenn wir verschieden sind – alle unsere Gemeinsamkeiten haben. Eine letzte Aufgabe stand für unsere Gruppe auf dem Plan: das bauen einer Brücke. Unter der Anleitung Da Vincis schafften wir es gemeinsam, diese nur anhand von Holzpfählen zu bauen. Es folgt die Feedbackrunde, bei der überwiegend positiv auf das Wochenende zurückgeblickt wird.

Wir danken Nathalie, dem rostigen Robert und Mazlum für die tolle Organisation. Jede_r von uns hat eine Menge mitgenommen und freut sich schon auf die nächste Dialogkonferenz. Es entstanden neue Freundschaften von Bayern bis Bonn über Dortmund bis nach Herford. Denn abgesehen vom ethnischen und religiösen Hintergrund sind wir alle gleich: nämlich ein Mensch. In diesem Sinne Alacatoncaaaa