Erfolgreiche BuKo 2014 in Berlin!

Der BDAJ verwirklichte vom 11. bis zum 12. Oktober seine BundesKonferenz in Berlin. Es wurden über diverse Anträge beraten, wichtige Beschlüsse gefasst und die alevitische Jugend zeigte sich solidarisch mit den Menschen in Kobanê.

Aus ganz Deutschland kamen über 150 Delegiert_innen der BDAJ-Ortsjugenden am vergangenen Wochenende zusammen, um über den Verband, die alevitische Jugend und die Zukunft der alevitischen Jugend zu diskutieren. Es wurden wichtige Beschlüsse gefasst, wie der Kampf gegen Rechtsextremismus in Europa oder der Einsatz für die alevitischen Lehrinhalte. Auch der erst vergangenes Jahr gewählte Bundesvorstand durfte seine Arbeit präsentieren.

„Der Fokus unserer Arbeit lag auf dem Alevitentum!“

Der Generalsekretär des BDAJ, Ferhat Yildiz, stellte den Arbeitsbericht der Bundesebene vor und erklärte, dass der Fokus der Bundesvorstandsarbeit in diesem Jahr auf dem Alevitentum lag. Ferhat berichtete von der Multiplikator_innen-Schulung, also einer Ausbildung von Referent_innen zum Alevitentum. „Schon bald werden wir über 20 jugendliche Referent_innen zum Alevitentum haben!“, so Ferhat.

Ein weiteres Großprojekt des BDAJ ist der alevitische Youtube-Kanal aleviTV. „Nun ist Schluss damit, dass irgendwelche Salafist_innen auf Youtube uns unseren Glauben erklären und uns als Ungläubige diffamieren wollen! Mit aleviTV erklären uns unsere Geistlichen, alevitischen Religionslehrer_innen und Bildungsbeauftragt_innen unseren Glauben“, hielt der Generalsekretär des BDAJ fest.

Höhepunkt der Präsentation zu den Arbeiten des BDAJ hinsichtlich der alevitischen Lehre war die Sonderausgabe der PLURAL zum Alevitentum. Unter dem Titel „40 Fragen und 40 Antworten zum Alevitentum“ hat der Bundesvorstand des BDAJ das erste deutschsprachige Heft in diesem Frage/Antwort-Format zum Alevitentum herausgebracht!

 

Solidarität mit den Menschen in Kobanê!

Am Samstagabend begaben sich die alevitischen Jugendlichen zum Potsdamer Platz. Der BDAJ-Berlin hatte eine Kundgebung gegen den IS-Terror angemeldet. Über 250 Menschen solidarisierten sich mit einer Sitzdemonstration mit den Menschen in Kobanê. Am selben Tag erklärten Sevcan Dogan und Mazlum Dogan als Bundesvorsitzende des BDAJ gegenüber dem Fernsehsender YOL TV, dass die alevitische Jugend an der Seite der verfolgten Kurd_innen, Christ_innen, Turkmen_innen und all jenen Gruppen steht, die gerade unter dem IS-Terror zu leiden haben.

  

 

Schluss mit den unalevitischen Aktionen der Alevi Akademie! 

Fast einstimmig beschlossen die Delegiert_innen des BDAJ eine Unvereinbarkeit des BDAJ mit der Vereinigung „Alevi Akademie“, einer Splittergruppe innerhalb der alevitischen Community. Zahlreiche Jugendliche berichteten der Versammlung von ihren negativen Erfahrungen und den zum Teil gravierenden Einschüchterungsversuchen der Alevi Akademie gegenüber BDAJ-Mitgliedern. „Sie halten uns zum Teil mehrseitige Anwaltsschreiben zur Einschüchterung vor!“, erklärte eine Jugendliche. Ein Vertreter des alevitischen Studierendenverbandes (BDAS) teilte mit, dass Mitglieder der Alevi Akademie Hochschulgruppen gründen, die bewusst gegen die bestehende alevitische Hochschulgruppenvereinigung BDAS arbeiten. Die „Alevi Akademie“ steht seit der Zusammenarbeit ihres Ehrenvorsitzenden Mustafa Düzgün mit dem rechtsradikalen Prediger Izzettin Dogan in Österreich in Verruf. Dort haben Mustafa Düzgün und Izzettin Dogan aktiv an der Spaltung der alevitischen Föderation in Österreich mitgewirkt. Izzettin Dogan ist der Vorsitzende der CEM-Vakfi (Republikanische Erziehungszentrale), einer rechts-konservativen Vereinigung, die enge Beziehungen zu den Grauen Wölfen (tr.: „Bozkurtcular) hegt. „Wir arbeiten mit keinem Verein zusammen, der die Alevit_innen in Muslime und Nicht-Muslime, gut und schlecht einteilt! So eine Denkweise ist unalevitisch und hat in unseren Reihen nichts verloren“, resümierte die alevitische Jugend.

 

Kampf gegen Rechtsextremismus! 

Erneut hat die alevitische Jugend sich gegen den Rechtsextremismus positioniert – diesmal im Kontext der Europawahlen. „Wir werden gegen den Rechtsextremismus in Deutschland und in Europa Widerstand leisten. Das ist unsere Pflicht als alevitische Jugend“, erklärte Bundesvorsitzender Mazlum Dogan.

 

Mehr Arbeit für Flüchtlinge! 

Auch die Flüchtlingsthematik war auf der Tagesordnung. Entschieden hat der BDAJ zwei Beschlüsse gefasst, in denen sich die alevitische Jugend klar zu einer progressiveren Flüchtlingsarbeit bekennt und aktiv mehr leisten möchte. „Wir können durchaus mehr für Menschen in Not tun, z.B. Kleiderspenden organisieren“, trug die Antragstellerin ihr Anliegen vor.

 

Zwei neue Gesichter im BDAJ Bundesvorstand! 

Es wurde auch nachgewählt beim BDAJ! Nach dem Rücktritt der zwei Vorstandsmitglieder Dilan Disli und Deniz Senol, entschied sich der BDAJ zu einer Nachwahl. Gewählt wurden schlussendlich Ruken Ince aus Berlin und Cem Eligül aus Mosbach. Und mit diesen zwei neuen Gesichtern wird der BDAJ Bundesvorstand in das Jahr Nr. 2 starten und sich weiter für die alevitische Jugend engagieren.