Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland - BDAJ

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Sonntag, 26 Mai 2013

Juwel

Die Alevitische Jugend in Hessen e.V. (BDAJ-Hessen) ist ein eigenständiger Dachverband der Jugendgruppen der Alevitischen Gemeinden und Kulturzentren in Hessen und Umland und zugleich Regionalverband des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. (BDAJ).

Der BDAJ vertritt deutschlandweit die Interessen von 33.000 jungen Menschen im Alter von 0 und 27 Jahren. In Hessen sind es ca. 4.500 Jugendliche. Als Zusammenschluss von inzwischen 16 Mitgliedsvereinen und 5 Anschlussmitgliedern setzt sich der BDAJ-Hessen für den Erhalt der humanistischen, alevitischen Kultur ein und begünstigt die wissenschaftliche Forschung der alevitischen Lehre. So werden inhaltliche Themen wie z.B. Jugendpolitik, Umweltpolitik, berufliche Perspektiven und Integrationspolitik behandelt. Außerdem bietet der Verband den Jugendlichen interessante Freizeitbeschäftigungen an und veranstaltet Bildungsseminare, Konferenzen, Theateraufführungen, Festivals, Qualifizierungsmaßnahmen und Bildungsreisen an.

Wir als der BDAJ-Hessen möchten mit dem Projekt: „JUWEL-Jugendliche mit Weitblick! Engagiert und lebendig“ erreichen, dass junge Menschen sich aktiv in die Gesellschaft einbringen und auf diesem Wege die Demokratie mitgestalten und mitentscheiden können. Viele Kinder und Jugendliche aus Einwanderfamilien haben nicht im gleichen Umfang an den Bildungsabschlüssen teil, wie Kinder aus Familien ohne einen Migrationshintergrund (OECD‐Studie von 2009). Wir sind der Auffassung, dass eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft nur dann gelingen kann, wenn die berufliche Integration von Jugendlichen sicher gestellt ist und sich ihnen Perspektiven eröffnen. Mit dem Fokus auf die Ausbildung benötigen junge Menschen - und vor allem solche mit Migrationshintergrund - Beratung und Orientierung. Die berufliche Ausbildung im Anschluss an die schulische Bildung ist eine zentrale Vorwärtsbewegung zur persönlichen Identitätsentwicklung und somit eine wichtige Voraussetzung für mehr gesellschaftliche Teilhabe.

Daher wird der BDAJ-Hessen zum einen mit Hilfe von Berufs-LotsInnen Jugendliche im Bewerbungsverfahren unterstützen und individuell fördern. Auf diesem Wege beraten und coachen Berufs-LotsInnen junge Menschen beim Übergang von Schule in die Arbeitswelt (Berufseinstiegsbegleitung, Berufsfindung und Bewerbungstrainings).

Des Weiteren wird der BDAJ-Hessen 30 ehrenamtliche Multiplikatoren, durch geeignete Maßnahmen zum Erwerb einer Jugendleitercard (JuLeiCa), qualifizieren. Dieses bereits bewährte Konzept befähigt die Inhaber der JuLeiCa zur Etablierung nachhaltiger Strukturen in ihren Mitgliedsvereinigungen und zur Durchführung qualitativ hochwertiger, aktiver Jugendarbeit. Dies trägt ebenfalls zur gesellschaftlichen Teilhabe, zur Beteiligung und zur Stärkung der Mitglieder einer Organisation auf Regionalebene bei.

 

Das Projekt JUWEL richtet sich hauptsächlich an aktive Jugendverbandsmitglieder, Jugendliche mit Migrationshintergrund im Alter von 14 – 25 Jahre und Verbandsfunktionäre. Folgende Ziele wird das Projekt verfolgen:

1.Ausbildung und modulare Qualifizierung von 15 alevitischen MultiplikatorInnen zu Berufs-LotsInnen, die im Anschluss jugendlichen Berufseinsteigern beistehen und sie unterstützen mit dem Ziel einer besseren Partizipation in Ausbildung und Beruf

2.Ausbildung von 30 alevitischen MultiplikatorInnen zu Jugendleitern

3.Netzwerkarbeit mit landesweiten und lokalen Trägern der Ausbildungsförderung und Berufseinstiegshilfe (Jugendverbände, ARGE, Wohlfahrtsverbände, u.a.)

 

Methodisch ist folgendes Vorgehen geplant:

  • Landesweite Informationsveranstaltungen und individuelle Beratung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Berufseinstieg und zur Ausbildung durch die Berufs-LotsInnen, ferner wird eine Materialsammlung zur Unterstützung der Berufs-LotsInnen (Mappen, Folder, etc.) angefertigt und zur Verfügung gestellt.
  • Mit der JuLeiCa-Schulung wird das theoretische Wissen weiterentwickelt und die Verantwortlichen in der Gruppen- und Projektarbeit weitergebildet. Die regionale Durchführung stellt sicher, dass die JugendleiterInnen ihre Brückenbauerfunktion bei den alevitischen Kindern und Jugendlichen in Hessen mit gleichem Qualitätsstandard landesweit ausfüllen und somit als Motor der Integration wirken können.
  • Des Weiteren wird eine Broschüre mit dem Titel „JUWEL in Hessen – Vom Gastarbeiter zum mündigen Staatsbürger“ erstellt, in der beschrieben wird, wie Partizipation in die Gesellschaft gelingen kann, um somit den MultiplikatorInnen auf lokaler und kommunaler Ebene beim Aufbau von landesweiten Netzwerken und lokalen Trägern der Ausbildungsförderung zu helfen.

 

 

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